Fotogalerie – le Mannschaft

Acht Fotos für die 16 Tage.

Tiflis, Stephanzminda und Juta:


Haghpat und Goschavankh in Armenien:

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Wanderziel Goschavankh Kloster

Goris und Tatev:

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Wings of Tatev

Ararat (Chor Virap) und Geghard:

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Auf der Haupstrasse von Goris nach Chor Virap

Echmiadsin und Festung Amberd:

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Amberd

Wardsia in Georgien:

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kirchliches Stilleben

Borjomi – Charagauli NP:

Nebelwald im Charagauli Nationalpark

Uplisziche, Mzcheta und Abschied in Tiflis:

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02. Juni – letzter Tag

Keine Wanderung mehr. Wir fahren entlang der Seidenstraße zur antiken Höhlenstadt Uplisziche. Uplisziche wurde im 1. Jh. v. Chr. gegründet. Die ätesten erhaltenen Teile der Stadt stammen aus dem 2./3. Jh. n. Chr. Am Samstag ist es recht voll. Viele Schulklassen und lokale Besucher kommen hierher.

Uplisziche liegt unweit von Gori, dem Geburtsort von Stalin. Dort gibt es ein Museum für den Despoten. Wir machen eine Pinkelpause. Das ist angemessen.

Weiterfahrt in die historische Hauptstadt Mzcheta an der Kreuzung von Heer- und Seidenstraße. Malerisch liegt die Kreuzkirche Djvari (7. Jh.) auf einem Bergrücken. Wie ein Kristall scheint sie sich aus dem Felsen zu erheben und gilt als vollkommenstes Beispiel frühchristlicher Kirchen vom Typ des „croix libre“. Die mächtige Swetizchoweli-Kathedrale (11. Jh.) im Zentrum von Mzcheta ist das Herz und die Seele Georgiens, hier nahm das Christentum seinen Anfang. Am Samstag gibt es viele Traungen und Taufen.

Am Abend Besuch im Familienweingut IAGOS MARANI, in welchem der Winzer seit vielen Jahren alte heimische Traubensorten wieder anbaut und biologische Weine nach georgischer Methode (in Amphoren) herstellt. Nach einer kleinen Führung durch die Produktionsstätten gemeinsames Abschiedsabendessen mit hauseigenem Wein, georgischem Gesang und den obligatorischen Tamada-Trinksprüchen.

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Blumige Grüße:

01. Juni – Borjomi-Charagauli-Nationalpark

Burjomi ist weges seines Wassers bekannt. Es muss irgendwann von irgendwo herkommen. Heute ist so ein Tag. Daher planen wir die Wanderung im Bordjomi-Charagauli-Nationalpark um und machen zwei kurze Wanderungen in den vermeintlichen Regenpausen.

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In Likani befindet sich der Romanov Palast, der heute eine Sommerresidenz des georgischen Präsidenten ist. Auch Stalin hat diesen Platz gerne aufgesucht.

Wir lassen es aus. Es wird renoviert.


Weiterlesen „01. Juni – Borjomi-Charagauli-Nationalpark“

31. Mai – Felsenstadt Wardsia

Diese beeindruckende Anlage wurde im 12. Jh. in eine 500 m aufragende Felswand gehauen. Die Erbauer trieben tiefe Höhlen in den Fels, die durch Tunnel, Treppen, Galerien und Terrassen miteinander verbunden waren. Es wurden 3.000 Wohnungen in 7 Stockwerken angelegt und die Stadt bot Platz für 50.000 Menschen.
Hauptattraktion ist die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt mit einem prächtigen Säulensaal und einzartigen Fresken.

Am Nachmittag unternehmen wir kleine Wanderungen in der Umgebung von Vardsia. Auf der Burg Khertsvisi gibt es einen „Geheimgang“ zum Fluss. Drei trauen sich. In einem Seitental zeigt uns eine Frau einen 400 Jahre alten Rebstock.

30. Mai – Armenien letzter Tag

Wanderung zur Festung Amberd. Gestern hat es in den Bergen am Aragaz geschneit und die Wetteraussichten sind nicht gut. Daher starten wir nicht wie geplant am Kari-See auf 3200 m, sondern unterhalb der Festung und laufen hoch. Nicht so weit, aber schön. Am Ziel laufen wir über die Ruinen und machen Fotos. Beim Ausziehen der Wanderschuhe setzt Regen an. Gutes Timing! Geschützt verzehren wir unsere Lunchpakete mit lokalem Bier.

Dannach fahren wir zur Grenze. Wir verabschieden und von unseren armenischen Begleitern, die uns sehr gut durch ihr Land geführt haben. Armenier und Georgier witzeln gern über einander. Hier eine Kostprobe:

In Georgien wurde ein altes Kabel ausgegraben. Es wurde auf das 16.Jh. datiert. Sofort wurde die Nachricht verbreitet, dass die Georgier bereits im 16.Jh. Telefon hätten. Daraufhin wurde in Armenien das ganze Land umgegraben. Ohne Erfolg. Die Armenier berichteten dannach, dass sie schon damals Smartphones hätten.

Der Witz wird in Georgien natürlich andersrum erzählt.

Gesichter Armeniens:

29. Mai – Yerevan und Echmiadsin

Heute keine Wanderung, sondern Stadtbesichtigung mit Museum, Kirchen und der Kathedrale von Echmiadsin, dem offiziellen Residenz des Katholikos, des Kirchenoberhauptes aller Armenier. Die Kathedrale, die Kirche St. Hripsime (Baujahr 618) und die Ruinen der Kirche Swartnoz (auch 7.Jh.) sind UNESCO-Weltkulturerbe. Es nieselt.

Ein anderes „geistiges“ Zentrum ist die Brandyfabrik, die wir auch besuchen. Natürlich mit Verkostung.

28. Mai – Kloster Geghard zum Tempel Garni

Wieder eine Wanderung von einem Weltkulturerbe zu einem anderen. Das Felsenkloster Geghard liegt am Ende einer Schlucht umgeben von hohen Felswänden. Erbaut wurde dieses bedeutende Kloster in der Zeit vom 7.-13. Jh. Erbaut ist nicht der richtige Ausdruck, denn es wurde zum Teil aus dem Fels herausgeschlagen. Die Säulen müssen die Kuppel nicht tragen, sie dienen nur dem optischen Eindruck. Die obere Kapelle hat eine gute Akustik und wir hören ein Vokalkonzert.

Dann startet die Wanderung am Bach entlang bis zu der Stelle wo riesige Basaltsäulen wie sechseckige Orgelpfeifen bis zu 300m empor ragen. Hier müssen wir hoch zum hellenistischen Tempel Garni Pagan (1.400 m, 1. Jh. n. Chr.)

Im gleichnamigen Dorf wird das einheimische Brot, „Lavash“ traditionell im Erdofen gebacken. Wir schauen zu und probieren natürlich. Auch das ein Weltkulturerbe.

Zurück in Yerevan ist Partystimmung. Armenien feiert den 100-ten Jahrestag der Unabhängigkeit. Nach dem Ersten Weltkrieg entstand 1918 die Erste Republik. 1920 wurde Armenien zwischen der Türkei und Sowjetrussland aufgeteilt.

In der Stadt gibt es Musik und Abends ein Feuerwerk. Noch vor drei Wochen wurde auf dem gleichen Platz anders demonstriert.

27. Mai – am Ararat vorbei nach Yerevan

Heute ist keine Wanderung.
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Wir fahren zu den Steinkreisen von Karahunj bei Sisian. Die prähistorische Kult- und Astronomiestätte ist eine Art armenisches Stonehenge, das den Historikern noch heute Rätsel aufgibt. Gelegen auf einer windexponierten, baumlosen Hochfläche zwischen kahlen Berggipfeln geben sich die an ihren Spitzen vielfach durchlöcherten Felsen als mythische Zeitzeugen aus dem 2. Jahrtausend vor Christi.

Weiterfahrt Richtung Yerevan zum Kloster Noravankh (13.-14. Jh.), das am Ende einer Seitenschlucht liegt und sich in einzigartiger Harmonie mit dem gleichen rötlichen Gestein der umgebenden Felsen zu einer Einheit verbindet. Bei der Einfahrt in die Seitenschlucht befindet sich eine Ausgrabungsstätte in einer Höhle. Dort wurden Tonkrüge mit Weinkernen gefunden. Es ist also einer der ältesten Weinkeller (6. Jahrtausend v. Chr.), den wir je besucht haben.

An der Grenze zur Türkei liegt das Klosters Chor Virap (4.-17. Jh.), von welchem sich in faszinierender Blick auf den Ararat eröffnet. Der heilige Berg der Armenier liegt in der Türkei.

Ankara ist erbost, weil Armenien den „türkischen“ Ararat im Wappen führt. Ein Vorwurf, der schon zu Sowjetzeiten bestand, woraufhin Stalin damals konterte, die türkische Flagge zeige ja auch ein Stück des Mondes.

26. Mai – von Ltsen nach Tatev

Eine etwa einstündige Fahrt bringt uns von Goris zum Dorf Ltsen im Armenischen Hochland, das eine natürliche Grenze zum Iran bildet. Von dort geht es durch die Berge der Syunik-Region, über Blumenwiesen und durch Wälder, vorbei an Quellen und Bächen wandern wir zum Klosterkomplex Tatev (1.500 m). Die Auf- und Abstiege sind nicht sehr steil. Mittags gibt’s einen Picknick unterwegs.


Der Klosterkomplex befindet sich beim Dorf Tatev. Im Mittelalter war das Kloster eines der wichtigsten Zentren der armenisch apostolischen Kirche, Wissenschaft und Bildung. Durch seine strategisch günstige Lage hoch über dem Vorotan-Canyon war es geschützt und kaum erreichbar. Viel gepriesen werden seine Architektur und Kunstwerke. Vom Dorf Tatev Fahrt mit der 5,7km langen Luftseilbahn zu dem Dorf Halidzor.

Unsere Wegbegleiter (danke an Micha und Peter, die einige Fotos für diese Seite beigesteuert haben):

Zum Auslaufen besuchen wir Chnedzoresk. Ähnlich wie im türkischen Kappadokien haben sich Siedler einst Unterkünfte für Mensch und Tier, Arbeitsstätten und Kirchen in die schroffen Felswände und in Felssäulen einer Schlucht aus Sandstein gegraben. Terrassenkulturen umgeben das gut gegen Eindringlinge geschützte Dorf.

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